Style I – Jürgen Müntel

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Hallo,
es ist so weit, mein relic Projekt ist beendet. Hier der Text und die Bilder für den Contest 2020:

Nachdem ich in den letzten Jahren insgesamt 5 Eigenbauten im „Neuzustand/mint“
gebastelt habe, sollte nun ein relic/heavy-relic Modell“ her.
Da ich bereits 57 Jahre alt bin, schaffe ich es wohl zeitlich nicht mehr, sie selbst durch Spielen zu relicen. Dafür bräuchte ich wohl 20-30 Jahre und als „Wohnzimmer-Musiker“, der seine Instrumente sehr pfleglich behandelt, bekomme ich es bestimmt nicht mehr hin.

Als Grundlage diente mit der MLS Style I Bausatz Esche Palisander ohne hardware.
Hinzu kamen das 3 lagige pickguard mit Wilkinson Vintage pickups sowie ein vintage Tremolo aus Matthias seinem shop.
Die Mechaniken sind im vintage Kulon style, J55, 6 links.
Natürlich auch noch Buchsenplatte und die diversen Schrauben etc….

Da die gesamte Hardware, pickguard, pickup-Kappen, Potiknöpfe im Neuzustand waren, wurden sie entsprechend vintagemäßig behandelt/gealtert.

Das pickguard ist nun leicht vergilbt, genauso wie die Kappen und Knöpfe.
Angeraut und in Kaffeesatz mehrere Tage eingelegt, ergaben den vintage-touch.

Die Chromhardware wurde mit Salzsäure behandelt, nachdem alles angeraut wurde.
Nun haben alle Teile eine schöne vintage-Patina.

Den body habe ich noch um einiges nachschleifen müssen, da er das body-shaping einer 70er Strat aufwies.
Da ich ein 60th relic-Modell bauen wollte, mußte ich noch einiges am body shaping abtragen.
Knapp 1cm wurden dann noch runter geschliffen. Auch das shaping auf der bodyfront wurde entsprechend dem 60th style nachgeschliffen.

Nachdem alle Schleifarbeiten erledigt waren, kam Nitro-Schleifgrund drauf, da Esche recht grobporig ist. Im Anschluß Nitrogrundierung und dann der Nitrocelluloselack in
daphne blue (ein Eigenbau in olympic white und fiesta red sind bereits vorhanden).
Ich mag die Farben der 50er/60er Jahre 😉

Nach dem Lackieren erstmal 2 Wochen warten, Trocknung des Lackes.
Zwischenzeitlich wurde der Hals bearbeitet.
Die Kopfplatte habe ich im typischen St. Format ausgesägt.
Dann wurde die Halsrückseite mit getöntem Nitrolack lackiert um einen gealterten Farbton zu erreichen.
Mittig wurde er dann wieder herunter geschliffen und dort geölt.
Er spielt sich übrigens hervorragend.
Auf den Bildern kommt die Farbe auf dem Hals dunkler rüber als sie tatsächlich ist.
Bin halt kein Meisterfotograf 😉

Dem fertigen Hals wurde dann ein selbsterstelltes Decal aufgebracht und die „relic-tuner“ montiert.

Nun war auch der body zur weiteren relic-Behandlung fertig durchgetrocknet.
Schleifen und polieren und dann mit Frost (Kühltruhe) und Wärme behandelt.
So entstanden die gewünschten Nitro-crackles im Lack.

Für das relic/heavy relic habe ich mir einige daphne blue Strats aus dem F….. Customshop
angeschaut und den body dann „bearbeitet“.

Nach unzähligen Arbeitsstunden konnte ich dann alles zusammenbauen und bin persönlich mit meiner „Relic“ sehr zufrieden.
Dann folgte die Feinabstimmung der Saitenreiter, Zurechtschleifen des Sattels, Krümmung des Halsstabes einstellen und irgendwann klang sie Bundrein und es schnarrte auch nichts mehr.
Von den vintage Wilkinson Pickups war ich sehr positiv überrascht.
Sie klingen wirklich wunderbar, wie man es von einer Vintage-Strat erwarten würde.

Alles in Allem ist mein Projekt so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe.
Nun reiht sich meine „kleine blaue“ ein, neben den anderen Schönheiten.
Ich hoffe sie wird nicht gemobbt 😊.

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