Style I – Robert Wesche

Diese Gitarre stammt ursprünglich aus einem Gitarren Strat-Style Bausatz mit Linde-Korpus und wurde durch ein paar ganz spezielle Parts enorm aufgepimpt.

Es war von vorneherein klar dass die Gitarre sehr bunt und abgefahren aussehen sollte, da sie für meine Freundin gebaut wurde, welche generell JA zu Farbe sagt ;).
Ein weiteres Ziel war es die Gitarre unter 3,0 kg Gewicht zu bringen da sie auch für eine Dame bequem rockbar sein sollte ;).

Der Hals sollte ursprünglich mit Palisander Griffbrett ausgestattet sein, nach einem Vergleich vom Klang mit einem Ahorn-Hals hat mir dieser allerdings mehr zugesagt.

Der Ahorn Hals wurde mit einer Seidenmatt-Lackierung versehen und der Body etwas nachgearbeitet so dass die HSS-Konfiguration mit dem stylischen, pinken Pickguard von ML-Factory und dem goldenen PRS-Style Tremolo perfekt passten.
Als finish habe ich ein mattes Gelb gewählt, welches hell genug sein sollte um die Gold-Parts noch genügend zu betonen.

Alle mechanischen Bauteile (bis auf die Brücke und die Neckplate) als auch Pickguard und Backplate stammen von ML-Factory und sind durchgängig in Gold und Pink gehalten.

Als kleinen Zusatz habe ich noch eine Backbox von Göldo eingebaut, welche das Schwingungsverhalten und das Sustain verbessern soll.
Ob mir das wirklich gelungen ist kann ich schwer sagen, dazu habe ich bisher keine Vergleichsmöglichkeit gehabt.
Allerdings ist der Einbau einer solchen Backbox recht fummelig ^^.

Die Tonabnehmer waren ursprünglich in der NoName-Standard ausführung, klangen für mich aber etwas dünn.
Deshalb habe ich Diese gegen eine HSS-Konfiguration von Wilkinson ausgetauscht und bin seitdem total begeistert vom Sound!
Meiner Meinung nach das Beste was ich machen konnte, da sowohl der Klang dadurch extrem fett geworden ist als auch der Wilkinson-Schriftzug geil kommt auf einer solch knalligen Gitarre.

Voller stolz bin ich mit meinem fertigen Werk zum Gitarrenbauer meines Vertrauens gegangen und auch der war sehr überrascht wie gut die Klampfe geworden ist.

Dazu wäre vielleicht noch zu sagen dass dies mein erster Instrumenten-Eigenbau war und dass ich eigentlich als Bassist nur mit Bässen Erfahrung habe.
Auch handwerklich habe ich nichts in der Richtung vorzuweisen und kann somit bestätigen dass selbst Fachfremde mit diesen Bausätzen ein anständiges Instrument bauen können.
Lediglich das Löten und das Lackieren muss etwas geübt werden, ist aber (sofern es nicht zu perfekt sein soll) machbar.

Meine Ziele konnte ich mit dem Selbstbau jedenfalls erreichen:

– Die Gitarre sieht geil aus
– Sie wiegt nur 2,86 kg (somit deutlich unter 3 kg)
– Trotz des Linde Bodies klingt die Gitarre sehr fett (denke das liegt auch an der schweren Brücke und den Pickups evtl. auch an der Backbox)
… und das Wichtigste: Meine Freundin war total aus dem Häuschen und rockt seit dem jeden Tag mit dem Teil.

Ich kann es jedem empfehlen das auch mal auszuprobieren! Macht echt Spaß und motiviert einen dazu das Instrument noch etwas besser kennen zu lernen ;)!

Robert Wesche - Style I Robert Wesche - Style I (17) Robert Wesche - Style I (16) Robert Wesche - Style I (15) Robert Wesche - Style I (14) Robert Wesche - Style I (13) Robert Wesche - Style I (12) Robert Wesche - Style I (11) Robert Wesche - Style I (10) Robert Wesche - Style I (9) Robert Wesche - Style I (8) Robert Wesche - Style I (7) Robert Wesche - Style I (6) Robert Wesche - Style I (5) Robert Wesche - Style I (4) Robert Wesche - Style I (3) Robert Wesche - Style I (2)

Ich bitte Sie um eine Bewertung dieses Artikels

Bewertung 4.5 Sterne aus 218 Meinungen

8 Antworten auf Style I – Robert Wesche

  • Sehr gelungenes Finish! Endlich mal eine Strat in einer neuen Farbe! Passt richtig gut mit dem Ahornholz und der Goldmechanik!

  • Stimmt, Fender setzt heutzutage auf Esche und Erle, wahrscheinlich wegen der eher konservativen Kundschaft. Tatsächlich hat sich Leo Fender relativ wenig um die Holzqualität gesch… und genommen, was billig herging und/oder einfach zu verarbeiten war, damals eben Erle. Heute wirst du bei Squier schnell fündig, z.B. „Deluxe Stratocaster“, „Vintage Modified Surf Stratocaster“, fast alle Jaguars, Jazzmaster, alle neuen Telecaster. Heute läuft es halt bei Squier so wie damals bei Fender – Linde ist günstig, gut zu verarbeiten und einfach zu lackieren. Bei Bässen wurde Basswood schon immer gerne verwendet, da passt auch der Name 😉

    • sorry, gehört nicht hierher, ist als Antwort auf Roberts Eintrag vom 1. September 2013 um 15:09 gedacht. Sch…, die Enter Taste…

  • BESTE GITARRE DES MILLENIUMS!

  • Volle Punktzahl in Anbetracht der Unmöglichkeit, mit solchen Farben etwas Vernünftiges hinzubekommen.

    • Dankeschön ^^,

      ja ich war selbst sehr skeptisch ob es was wird mit der Kombi Rosa/Pink aber im Musikgeschäft habe ich nur Lob geerntet und so Kommentare wie „Wieso Mädchenfarbe? Die würde ich auch Live spielen!“.
      Bei Gelegenheit mache ich mal ein Soundsample, klingt nämlich wirklich sehr gut trotz Linde Body.

      • Nichts gegen Linde, div. hochpreisige Gitarren sind aus Linde, z.B. Ibanez Satrianis und JEMs, Suhr, Music Man usw., alles nicht gerade billig. Nimmt wahrscheinlich ein wenig die Schärfe aus dem Ton und bring etwas mehr Bässe, mit dem Ahornhals/brett sicher eine gute Kombi. Wennst unbedingt Esche oder Erle willst, kannst ja auch eine Fender kaufen 😉

        • Das wusste ich garnicht… komme wie gesagt mehr aus dem Bass-Lager.
          Allerdings habe ich bemerkt dass es die Kombi Linde Body + Ahorn Hals bei Fender nicht so gibt. Das war auch ein Grund dafür dass mal auszuprobieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.