Style II – Uwe Beger

E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger

E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe BegerE-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger E-Gitarren-Esche Wurzel Top – Uwe Beger

Art.Nr.: 2012-BS-002

Telecaster – Projektdurchführung

Anfangsproblem war, dass der gelieferte Korpus nicht wie auf der Abbildung zu sehen ist, am Halspickup eine Ausfräsung für einen Tele – Single Coil hatte, sondern die Aussparung war so gross, das ein P 90 hineingepasst hätte. Wäre eigentlich nicht tragisch, wenn man das Pickguard montiert, jedoch wollte ich eine Telecaster ohne Pickguard, sondern mit Pickuprahmen in chrom realisieren. Also musste Aussparung mit Wurzelholzfurnier entsprechend verkleinert werden. Wollte eigentlich das ursprüngliche Wurzelholzfurnier nur ölen, aber durch die Furnierarbeiten war das bei dem hellen Holz nicht mehr möglich. Als Untergrund für den Furnier wurde Hartholz aus Esche angepasst und eingeleimt. Bei der Ausfräsung für den Steg-PU musste ich genauso vorgehen, da die ausgewählte Wilkinson Brücke, mit den 3 Messingreitern und String Through – Möglichkeit, kürzer als die Standard – Brücke ist. Damit das eingesetzte Holzfurnier nicht unbedingt auffallen soll, musste die Decke immer dunkler werden, was in mehren Durchgängen mit Wasserbeize erfolgreich war und verleiht der Wurzelholzdecke, je nach Lichteinstrahlung zufällig einen gewissen 3D-Effekt. Das mitgelieferte Pickguard kann nicht mehr verwenden, da es für die Wilkinson Abmessungen zu kurz ist. Für genannte Prozedur habe ich mir Zeit gelassen, Informationen und Material beschafft, da es nicht meine einzige Gitarre ist. Die Entscheidung, wie die Gitarre bestückt und verschaltet werden soll, habe ich erst während der Holz-/ Beiz- und Ölarbeiten getroffen, da ich schon sehr viele Schaltungen realisiert habe. Sonst wäre ich auch nicht auf die Idee mit der Deluxe – Halsplattenbefestigungsplatte od. Ergonomie – Aussparung wie bei der Stratocaster, im Telecaster – Equipment herumzubasteln. Werde es demnächst noch intensiver mit der Gestaltung (Shaping) im Griffbereich einer Baritone E-Gitarre realisieren. Nach mehreren verschiedenen Pickup-Konfigurationen, die Tele musste sich dem Wettbewerb mit meiner 3 Humbucker Aktiv Fender Stratocaster, über 80 Schaltvariationen – stellen, was nur mit Minikippschaltern möglich ist und habe dann eine perfekte Konfiguration gefunden (s. Bilder, alle 3 Pickups vom Hersteller Mitten PU-Aufschrift!). Einen Free Way Switch hatte ich mir schon vor längerer Zeit besorgt, wie ein Gibson 3-Wege Schalter, aber mit 6-Gangschaltung. War ursprünglich für den Einbau in eine ES – Gitarre vorgesehen und nur weil er vorhanden war, ist er nun in einer Telecaster gelandet. Habe mich nebenher lange mit den Schaltmöglichkeiten befasst, damit der Schalter sinnvoll eingesetzt werden kann. Das Löten ist nicht ganz einfach. Wenn man nicht aufpasst, kann man den nicht gerade billigen Schalter zerstören. Man sollte nun die Möglichkeiten des Free Way Switch nicht überschätzen. Man findet im I-Netz verschiedene Schaltungen auf der Herstellerseite u.a. Verbindung „Jimmy Page – Led Zeppelin“ und Gibson Les Paul.

Der Schalter kann PU’s schnell um und zusammenschalten, z.B. aber keine Parallelschaltung in eine Reihenschaltung umwandeln. Ganz nebenbei, hier nicht relevant, es können mit dem Free Way Switch sehr einfach individuelle Tone – Regelungen für jeden Pickup geschaltet werden oder einzelne Spulen wahlweise zueinander geschaltet werden!

Schaltmöglichkeiten der Telecaster mit Free Way Switch mit Bridge-Single Coil, Neck-Single Coil und zusätzlichem Mitte-Humbucker Pickup im Single Coil Design:

Die Telecaster Schaltung mit Steg- und Hals-Single Coil PU’s, 3-Wege Schalter und Volume- und Tonepoti sollte erhalten bleiben. Der o.g. FWS. erledigt das in den unteren 3 Positionen, vorne Bridge, mitte beide parallel und hinten Neck Single Coil.  Den 4 Wege Schalter der Telecaster, der die Reihenschaltung der PU’s ermöglicht, ersetzt der zusätzliche 2 Wege Ein-Ein Minikippschalter, der in Mittenposition des FWS den Neck und Bridge PU in Reihe schaltet. In dieser Schalterstellung kann der FWS auch als Tone Kill Schalter verwendet werden!

Der Mitten Humbucker im Single Coil Design wird aktiviert durch die obere Mittenposition des FWS. Der Mitten PU kann durch einen weiteren 3 Wege ON ON ON intern in Reihe, Parallel oder als Single Coil geschalten werden. Die oberen Schalterstellungen nach rechts und links ermöglichen die Parallelschaltung mit Hals- oder Steg-PU.

Die 2 Potis sind Push-Pull Potis. Das Volume-Poti schaltet den Hals-PU und das Tone-Poti schaltet den Mitten-PU „Out of Phase“ zu anderen PU-Kombinationen.

Schwierigkeiten:

Vorsicht bei Phasenverschiebung, dass nicht die Masseleitung von wichtigen Berührungspunkten, wie etwa Steg, Saiten, Mechaniken usw. betroffen werden!

Bei der Verwendung von Abschirmlack (schwarze Brühe!), alles was bearbeitet ist abdecken, dringt schnell ein und kann alles versauen! Hat aber gegenüber Folien den Vorteil, dass man Platz spart, war hier besonders wichtig.

Den gewählten Knochensattel habe ich gefeilt / gesägt und mit vorhandenem Schreinerwerkzeug hinbekommen, ein Gitarrenbauer kann dies effektiver mit entsprechenden Sattelfeilen erledigen.

Mit der Wilkinson Bridge kann die Gitarre auch mit Saitenführung durch den Body durchgeführt werden. Die Halsausrichtung muss vorher fertig sein. Der Hals wurde vorher 3 mal geölt. Die Saiten können in der Wilkinson Bridge auch normal eingehängt werden, dadurch lässt sich die Position der Bridge mit gebrauchten E / e – Saiten bestimmen und die Bohrungen für die Saitendurchführung kann man zentrieren. Die gerade Bohrungen war wg. Bohrmaschinenausleger ein Problem und wurde hier mutig freihändig durchgeführt und ist gelungen.

Bei neuem Projekt gelöst, die Ständerbohrmaschine wird auf den noch relativ unbehandeltem Korpus aufgestellt und mit einem längeren Bohrer bearbeitet oder eine Oberfräse mit Bohrer (der war zu kurz) übernimmt die Arbeit.

Rückseite: Erle gibt nicht gerade viel her und wurde schwarz gebeizt und geölt!

Das Elektronikfach der Telecaster ist für die aufwendige Schaltung und den Kabelsalat zu klein, musste auch vertieft werde und die Kontrollplatte kann fast nicht versenkt werden, würde ich so nicht mehr machen! Alles ist aber für eine Telecaster Standardschaltung vorgesehen und völlig ausreichend.

Fazit:

Ein sehr schöner Bausatz, hat sehr viel Spaß gemacht und ein selbst gefertigtes Instrument hat einen höheren Stellenwert gegenüber Fertigprodukten!

Ich bitte Sie um eine Bewertung dieses Artikels

Bewertung 4 Sterne aus 9 Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.