Sonstiges – Christian Pico-Sanchez

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Hallo!

Hier wieder einmal ein Beitrag von mir.

Diesmal geht es um eine Interpretation der (Gibson) Moderne.

Es wurde neben den unzähligen Geschichten um die Moderne auch immer wieder erwähnt, dass das Design eine Hommage an die Formsprache der Automobile jener Zeit (1957) darstellt.

Dieser Aspekt war meine Ausgangsbasis und der Beginn dieser Design-Studie/Hommage.

Meine Korina-Moderne ist natürlich zu schade um einen Design-Experiment dienlich zu sein, also beschaffte ich mir den Korpus einer Defil Kosmos, einer polnischen Variante der Moderne, die ebenfalls vor der Gibson-Veröffentlichung von 1983 erhältlich war.

Das Holz des Bodys ist einteilige Erle, eigentlich eine nette Basis.

Durch die eigenwilligen Pickups und das überdimensionierte Schlagbrett war besonders die eventuelle Nutzung der originalen Fräsungen eine Herausforderung.

Es konnten die Fräsungen fast ohne Modifikation verwendet werden, lediglich manche Stellen im Bereich der Brücke wurden wieder mit Holz gefüllt und neu gefräst.

Der Korpus hat nur eine Stärke von 36 mm, somit musste bei den Elektrikfräsungen die Tiefe sehr genau beachtet werden.

Mein Design bekam ein Schlagbrett, das mit der Korpusform an die Heckpartie des Chevy Bel Air erinnert.

Um es auf den Punkt zu bringen, besorgte ich mir noch 2 Original-Logos von einem 1957er Chevy Bel Air – schön verwittert, Glanz gehört hier nicht her.

Von ML-Factory kamen Brücke und Mechaniken, die Pickups sind guten Standard-P.A.F.s aus meinem umfangreichen Bestand.

Es wurden 3 Push-Push-Potis als Volume-Regler genutzt, ein Toggle-Switch wählt Bridge- und Neck-PU. Der Middle-PU wird nur über das Volume-Poti dazu geregelt.
Die Push-Push-Potis schalten Bridge- und Neck-PU seriell oder parallel, das Volume- Poti für den Middle-PU schaltet out-of-phase.

Je nach Toggle-Position und aktiviertem Middle-PU ergeben sich somit insgesmt 25(!) Sounds.

Viele Sounds –parallel und out-of-phase gemischt – haben eine sehr akustischen, perkussiven Charakter, sehr interessant.

Einen Nachteil hat das Ganze aber: es geht ein beträchtlicher Teil der Lautstärke verloren – und das auch bei seriell betriebenen Humbuckern.
Aber egal, es war ein Experiment.

Die Kopfplatte ist dem Gumby-Headstock der Moderne nachempfunden, das obligatorische Flugzeug der Chevy Bel Air-Motorhauben findet neben einem Star Trek-inspirierten Logo ebenfalls dort seinen Platz. Chrom-Zierleisten runden das Ganze ab. Der Lack wurde nach dem Original Tourqouise-Farbton des 1957er Chevy Bel Air gemischt, das Schalgbrett und der helle Lack am Headstock sind im Kontrast dazu Elfenbein-farben. Das alte Sunburst des Defil-Korpus wurde bewusst belassen um beim Durchwetzen des blauen Lacks die Erinnerung an Rost zu erzeugen.

Die Bel Air ist natürlich keine Korina-Moderne aber ein durchaus gutes Instrument. Das Handling und Verhalten am Gurt (leicht und perfekt ausbalanziert) ist wie bei der legendären großen Schwester.

Soundmäßig deckt sie mehr ab als ich erwartet habe, traditionell benutzen wir aber doch meistens immer die gleichen Sounds…

Von der Optik und Beliebtheit hat es die Gitarre über Gibson Moderne-Foren und fansites bis nach Kalifornien geschafft, demnächst wird ein Custom-Modell für einen namhaften Gitarristen gebaut!

Ich denke hier habt ihr wieder einige Ideen, die vielleicht für eure Projekte herangezogen werden können.

Christian Pico-Sanchez

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Eine Antwort auf Sonstiges – Christian Pico-Sanchez

  • Lieber Christian,
    zwei Minuten vor Zapfenstreich kommst Du gleich mit einer Doppel-Ladung aus Deiner Kreativ-Schmiede.
    Solltest Du Deinem Publikum nicht vielleicht einen kleinen Augenblick mehr Zeit lassen, Deine Leistung zu verdauen und einen Kommentar dafür zu finden?
    Ich meine, ohne Zeitdruck- alles andere hat m. M. bei Deinen gleichzeitig 2 Kandidaten ein strategisches „Geschmäckle“.
    Oder ist Dir das egeal?
    Wir sind doch nicht bei E-Bay.
    Wie auch immer- Respekt vor Deiner Kreativität.
    Grüß´le,
    Uwe

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