Kit Base – Jörg Meyer

Kit Base – Jörg Meyer

Hallo zusammen, hallo Matthias, hallo liebes ML-Factory Team.

Wenn man diesem ganzen Ausganssperren und lockdown Gedöns etwas Positives abgewinnen kann, dann auf jeden Fall die Tatsache, dass man viel Zeit für Indoor Aktivitäten hat. 😉

Und somit möchte ich noch ein weiteres Projekt ins Rennen werfen.

Ich hab mir diesen Bausatz gezogen, da mich einerseits die Herrausforderung reizte und zum anderen, kann man was die Bauform angeht so ziehmlich alles gestalten was man möchte. Und ich wollte mal weg von Paula, Strat und Co.

Kernstück dieser Neck-thru Variante ist natürlich der Hals und ich muss sagen, der ist wirklich TOP !!!

Ich hoffe ihr könnt den Bildern die verschiedenen Etappen zuordnen. Da mir von Anfang an klar war das ne schöne Wölkchen- Ahorn Decke drauf kommt wurde erstmal gefräst, um den Hals maßlich auf die richtige Höhe zu kommen.

Nach dem anleimen der beiden Mahagoni Seitenteilen, hab ich mich dazu entschlossen auch die Rückseite mit einem edlen Aufleimer zu versehen. Also hab ich die Rückseite noch ein wenig abgehobelt ( E- Hobel ) und verschliffen. Mir gefiel es optisch nicht mit den sichtbaren Ahorn/Palisander Streifen im Body. So hab ich mich für Black Limba entschieden, welches ich noch im Regal hatte und eigentlich für ne andere Klampfe gedacht war.

Über Black Limba kann ich nur eines sagen. Black Limba ist ne Blöde Zicke. Sieht hammer aus, macht dir den Mund wässrig, aber wenn du Hand anlegst, machts auf Blöd ;))

Ich will sagen, das dieses Holz ziehmlich spröde ist und beim sägen, feilen, schleifen, fräsen oder nur vom hinschauen wegplatzt oder spreiselt. Auch nach ausgiebigem finalem Schliff gibt es immer noch Stellen an denen der Porenfüller an seine Grenzen stößt.

Beide Aufleimer, Decke und Rückseite, bestanden aus je zwei Teilen und wurden von mir ge „Bookmached“ Vor dem leimen wurde die grobe Contour des Bodys als auch das E-Fach mittels Stichsäge ausgearbeitet und der Kabelkanal gefräst.

Nachdem beide Seiten verleimt waren, gings wieder ans sägen, feilen, schleifen. Für die Pu-Fächer hab ich mir eine Frässchablone gemacht. Ich hatte schon eine aus dem Gitarrenbauzubehör, diese war allerdings zu flach, und es wäre beim Hals PU das Griffbrett im Weg gewesen. Also schnell mit der Schablone ne Schablone gefräst und dann die PU-Fächer ausgefräst. Nun wurde alles so ziehmlich auf Endzustand gefeilt und geschliffen, die Radien an den Korpuskanten optimiert und auch die Kopfplatte hatte mittlerweile Form angenommen.

Jetzt gings ans Beizen. Die einzelnen Phasen könnt ihr den Bildern entnehmen. Man macht das halt solange, bis es einem endlich gefällt. Immer mit 800er Zwischenschliff.

Gebeitzt wurde mit Clou Holzbeitze (Wasser) in schwarz, teak, blau und grün. Wobei das Grün schon sehr dominiert. Das Logo auf der Kopfplatte wurde mit Lack und Pinsel aufgebracht. Danach alles mit Schnellschleifgrund behandelt un feingeschliffen. Als Finish 1K Klarlack aus dem Autolackregal. Drei Schichten mit zwischenschliff 1500 er und nach 3 Wochen aushärten nochmal mit Polierpaste/ Autopolitur und Poliermaschine auf Hochglanz gebracht.

Vor der Endlackierung hab ich natürlich alle nötigen Bohrungen für Bridge, Potis usw. eingebracht. Die E-Fach Abdeckung, sowie die PU-Rahmen und das Truss Rod cover, hab ich aus einem Stück Bubinga gefertigt. Das hatte ich noch in meiner Restekiste. Die Teile wurden gebeitzt und geölt. Beim E-Fach habe ich auf Schrauben verzichtet, da man bei Aktiv PU’s doch auch mal rein muss, und mich das geschraube nervt. Also hab ich im Body Magnete versenkt und in der Abdekung lediglich Beilagscheiben. Funktioniert super. Die Hardware ist von Schaller und die PU’s von EMG.

Was soll ich noch sagen. Ich hab euch jetzt schon genug zugetextet.

Mir gefällt sie, jetzt muss sie nur noch euch gefallen. Oder besser, sie darf, sie muss nicht.

\m/

Gruß, Jörg

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